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Prostatakarzinom- und Glioblastomzellen sichtbar

Bisher gelingt es nicht, über Kontrastmitteldarstellung von Tumoren, die Tumorzellen selbst einzufärben. Bei intravenöser Gabe gelangen die gängigen Kontrastmittel nur in den Raum zwischen den Tumorzellen. Professor Stefan Heckl und sein Team an der Universitätsklinik Tübingen erreichte jetzt durch besondere, an die üblichen Kontrastmittel angebrachte Verbindungsmoleküle, Prostata- und Glioblastomzellen ganz spezifisch darzustellen.

Bei einem Prostatakarzinom ist es entscheidend zu wissen, ob noch ein frühes Stadium vorliegt oder ob bereits Metastasen bestehen. Nach intravenöser Gabe eines Gadolinium-Kontrastmittels (Gd-KM) ist dessen Anreicherung im Prostatakarzinom nur durch die erhöhte Durchblutung bedingt, die bei weniger durchbluteten Tumoren nicht besteht. Höhergradige Hirntumoren wie das Glioblastom, lassen sich mit Gd. Kontrastmitteln nur deshalb darstellen, weil bei ihnen die Bluthirnschranke offen ist. Auch bei Glioblastomzellen gelangt die Aufnahme des Kontrastmittels in das Zytoplasma durch Koppelung an Antibiotika oder Anti-Pilzmittel.

Weitere Forschung soll dazu dienen, die gewonnenen Erkenntnisse in die radiologische und klinische Praxis einzuführen.

(Quelle: Wilhelm Sander-Stiftung, Vitanovski - fotolia.com)

 

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