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Sport unterstützt Krebstherapie

Ob Prävention, Therapiebegleitung oder Nachsorge: Bewegung ist ein wirkungsvolles Mittel gegen Krebs. „Körperliche Aktivität senkt das Risiko, an Krebs zu erkranken. Bei den häufigsten Krebserkrankungen – wie Brust- und Darmkrebs – ist das wissenschaftlich bewiesen“, bestätigt PD Dr. Freerk Baumann von der Deutschen Sporthochschule Köln. „Inzwischen zeigen Studien: Bewegungstherapie und körperliche Aktivität helfen auch Krebspatienten und wirken sich positiv auf den Krankheitsverlauf aus“, so der Experte bei der Jahres-Pressekonferenz der Deutschen Krebshilfe am 6. Juli 2016 in Berlin.

In Zukunft wird die Prävention von Krebs verstärkt im Fokus der Aktivitäten der Deutschen Krebshilfe stehen. Experten schätzen, dass in Deutschland rund die Hälfte aller Krebserkrankungen auf Lebensstilfaktoren zurückzuführen sind, wie Rauchen, eine unausgewogene Ernährung, zu wenig Bewegung, zu viel Alkohol und zu viel UV-Strahlung. „Jeder Mensch kann daher aktiv dazu beitragen, das eigene Krebsrisiko zu reduzieren. Regelmäßige Bewegung ist dabei ein ganz wichtiger Faktor“, erklärte Fritz Pleitgen. Darauf machte die Deutsche Krebshilfe gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund und der Deutschen Sporthochschule Köln im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Bewegung gegen Krebs“ auch im Jahr 2015 aufmerksam.

Doch Sport hilft nicht nur, Krebs zu verhindern, sondern auch die Erkrankung zu überwinden. Regelmäßige Bewegung steigert die körperliche Leistungsfähigkeit von Krebserkrankten, stärkt ihr Immunsystem und reduziert das Fatigue-Syndrom. Bei vielen Patienten verringert sportliche Betätigung signifikant die Therapie-Nebenwirkungen. „Bei den häufigsten Begleitsymptomen einer Krebstherapie wie Polyneuropathie, Gelenkschmerzen und Fatigue zeigt die Bewegungstherapie im Vergleich zu anderen unterstützenden Therapien die beste Wirkung bei der Reduktion der Beschwerden“, berichtete Baumann. Studien weisen zudem darauf hin, dass körperliche Aktivität die Tumorabwehr von Krebspatienten anregt und somit das Rückfall-Risiko reduzieren kann. Um diese positiven Effekte weiter zu erforschen, unterstützt die Deutsche Krebshilfe zurzeit mehrere Studien mit rund 1,5 Millionen Euro.

Weitere Informationen über die Arbeit und die Projekte der Deutschen Krebshilfe unter www.krebshilfe.de. Näheres zum Thema „Sport und Krebs“ unter www.bewegung-gegen-krebs.de.

(Quelle: Deutsche Krebshilfe, Bild: Kzenon #79691531 - fotolia.com)

 

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