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Kopf-EANU


Liebe Leserinnen und Leser,

Kinder sind unsere Zukunft. Deshalb widmen wir diesen Newsletter der Gesundheit der Kinder. Ob Sie Eltern, Großeltern, Lehrer, Erzieher oder aktiv in einer der zahlreichen Initiativen für Kinder arbeiten – wir wollen Sie informieren und motivieren, sich weiterhin für die gesunde Entwicklung der Kinder einzusetzen. In Vorbereitung auf dieses Thema haben wir festgestellt, dass es sehr viele lobenswerte Initiativen für das Wohl von Kindern gibt. Dennoch bleiben Probleme, die zu benennen sind. Kinderarmut, Missbrauch von Kindern, fehlende Zuwendung, unzureichende Ernährung, mangelnde Bewegung – das sind nur einige der Problemthemen in unserem Land. Nicht auf alle können wir hier eingehen. Wir werden Sie heute über gesunde Ernährung, die Förderung von kindlichen Bedürfnissen, über Bewegung an frischer Luft, kurz - über Empfehlungen zur gesunden Entwicklung Ihres Kindes informieren.




Vorbeugen ist besser als heilen

Kinder sind so einfach zu motivieren. Der beste Weg ist das Vorbild zu Hause, in der Kita oder in der Schule. Erfahrungen, die Kinder in der Phase der Prägung ihrer kleinen Persönlichkeit auch für eine gesunde Lebensweise machen, sind meist von mehr Nachhaltigkeit geprägt, als reine Wissensvermittlung. Eine große Verantwortung für uns alle!




Jedes fünfte Kind in Deutschland ist zu dick!

Und leider ist die Tendenz steigend. Auch die Zahl der an Typ-2-Diabetes erkrankten Kinder ist hoch. Kinder verbringen heute sehr viel Zeit vor dem Fernseher oder am Computer. Sie bewegen sich zu wenig. Sogenannte Kinderlebensmittel enthalten oft zuviel Fett und zuviel Zucker. Die Rechnung ist ganz einfach: wer mehr Energie aufnimmt als sein Stoffwechsel verbrennt, der setzt Fettpolster an. Und wie oft werden Süßigkeiten als Belohnung gegeben? Wir wissen, wie übergewichtige Kinder in der Schule gehänselt werden, schwere seelische Schäden können entstehen. Auch motorische Defizite und Koordinationsstörungen können ebenso wie Haltungsschäden die Folge sein. Studien besagen, dass übergewichtige Kinder unter starkem Psychostress stehen können. Sie können das ändern!




Gute Beispiele – das Projekt Kochbus

In Berlin gibt es den Kochbus für Kita-Kinder. Ausgestattet mit modernster Küchentechnik kommt er auf Bestellung zu den Kita- Kindern und lädt zu gemeinsamer gesunder Zubereitung von Mahlzeiten ein. Kinder lernen so, was gesunde Ernährung heißt, wie man sie vor- und zubereitet und welchen Spaß es machen kann, gemeinsam gesund zu schlemmen. (www.kochbus.de)




Einfache Grundregeln

Die Ernährung von Kindern soll abwechslungsreich und vollwertig sein. Was heißt das? Empfehlenswert ist eine Mischkost, die sich aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln zusammensetzt. Ernährungsexperten sehen eine Zusammensetzung aus Kohlehydraten (50-55% Gemüse, Vollkorngetreide, Kartoffeln, Obst), Fett (30% pflanzlich) und Eiweiß (10-15% Milch, Fleisch und Fisch) als optimale Mischkost an. Die Zubereitung sollte kindgerecht mit wenig Salz und Zucker, dafür aber mit frischen Kräutern erfolgen. Eine warme und zwei kalte Mahlzeiten am Tag sind empfehlenswert. Achten Sie auf viel Obst und Gemüse. So erhalten Kinder Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe. Frisches Obst und Gemüse sind die Spitzenreiter, und auch als Tiefkühlkost reich an gesunden Zutaten. Milch und Milchprodukte versorgen Kinder mit dem notwendigen Kalzium, Phosphor, Eiweiß, Zink, Jod und den Vitaminen B2 und B1. Achten Sie bitte auch hier auf Zuckerzusätze! Und natürlich gilt auch für Ihr Kind: trinken, trinken, trinken. Die empfohlene Trinkmenge pro Tag für ein 2-6jähriges Kind liegt bei etwa dreiviertel Liter Flüssigkeit. Wasser, Tee und Saftschorlen sind ideal. Getränke mit einem hohen Zuckeranteil sollten Sie ebenso wie koffeinhaltige oder süßstoffhaltige Getränke vermeiden. Unser TIPP: 1 Glas Wasser mehr pro Tag hilft gegen Übergewicht und trägt zu gesunder Ernährung bei.




Kinder toben zu wenig

Die Folge: Bewegungs- und Sprachtherapien gehören bei immer mehr Schulkindern zur Tagesordnung. Studien zu dieser Problematik zeigen erschreckende Steigerungsraten. Bitte fördern Sie das Toben, Klettern und Spielen möglichst an frischer Luft. Die Abwehrzellen des kindlichen Immunsystems erhalten durch den Sauerstoff einen Energiekick. Spielen und toben an frischer Luft regt außerdem die kindliche Fantasie an, fördert nicht zuletzt das Sozialverhalten und verhindert so Entwicklungsstörungen.




Kindliche Fähigkeiten richtig einschätzen

Kinder nehmen die Umwelt anders wahr als Erwachsene. Ihre körperlichen und geistigen Fähigkeiten entwickeln sich ständig und reifen noch heran. Sie kennen oft noch keine Angst. Trotz guter Vorbeugemaßnahmen reagieren Kinder oft impulsiv und unüberlegt. Die Erwachsenen tragen hier die Verantwortung. Erkennen Sie die besonderen Fähigkeiten, unterstützen Sie Ihr Kind, fördern Sie die Lust an der eigenen Entdeckung.




Förderung durch Musik

Prof. Hans Günther Bastian, Prof. für Musikpädagogik an der Goethe-Universität in Frankfurt/Main hat in einer beachteten Studie den Zusammenhang zwischen musikalischer Erziehung und einer positiven Entwicklung von sozialen und emotionalen Fähigkeiten bei Kindern aufgezeigt. Ein Kind, das ein Instrument spielt, lernt früh intellektuelle Aufgaben zu lösen – es muss viele Informationen gleichzeitig und schnell verarbeiten und unter extremen Bedingungen viele Entscheidungen treffen. Man muss Tricks kennen, um die kindliche Begeisterung zu wecken. Mit Druck klappt das nicht. Die Erfolge, die Kinder dank ihrer schnellen Auffassungsgabe erleben, werden ihren kleinen Persönlichkeiten helfen. Lassen Sie Ihr Kind spielerisch eigene Wege zur Musik entdecken.




"Kinder und Uhren dürfen nicht ständig aufgezogen werden, man muss sie auch gehen lassen.“ (Jean Paul)




Wenn der Abend kommt

Genau wie Sie Ihre Rituale zum Schlafen pflegen sollten, so verlangen es die Kinder. Regelmäßiges Zubettgehen beugt Schlafproblemen vor. Die richtige Schlafumgebung, der kuschlige Lieblingsschlafanzug wird das Einschlafen erleichtern. Wenn das Toben und Spielen ein Ende hat, stellen sich bei manchen Kindern Ängste und Sorgen ein. Dann gilt es, diese Stimmung wahrzunehmen und dem Kind das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit zum Einschlafen zu geben. Wenn die Zeit am Tag fehlt, dann hilft oft ein Gespräch abends am Bett. Ihr Kind soll das Gefühl haben, dass es mit seinen Gedanken zu Ihnen kommen kann. Vorlesen oder ein Abendlied lässt Ihr Kind zur Ruhe kommen und am nächsten Morgen gut gelaunt wieder aufwachen. Fröhliche Kinder sind meist gesunde Kinder.




Liebe Leserinnen, liebe Leser, wir hoffen dass auch dieser Newsletter wieder Ihre Zustimmung findet. Sollten Sie ihn nicht weiter haben wollen, teilen Sie uns das bitte mit. Der nächste Newsletter erscheint im Mai. Die ersten beiden Hefte der „Berliner Gesundheitsnachrichten“ sind da. Sie können sie bei uns als Jahresabbonement (4 Hefte) zum Preis von 8,40 Euro bestellen oder ebenso wie die Newsletter im Internet auf der Homepage einsehen.

Bis dahin, bleiben Sie gesund!

Ihr Dr. Wasylewski



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Redaktion: Dagmar Moldenhauer