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Liebe Leserinnen und Leser,

sicherlich wird Sie gleich unser erster Beitrag interessieren: Gesundheitsrisiko Armut. Dazu geben wir Ihnen Tipps, wie Sie die Armutsfalle Krebs vermeiden und rechtzeitig entgegensteuern können. Was ist Ihre Meinung zum Thema Gesundheit, Geld und Armut? Schreiben Sie uns doch einfach: marketing@eanu.de

Wir freuen uns wie immer auf Ihre Reaktionen. Auch in diesem Monat können Sie bei uns wieder einen EANU-Gesundheitsbrief anfordern. Passend zur Jahreszeit mit vielen Gesundheitstipps für einen Goldenen Gesundheitsherbst.

Viele Grüße aus Berlin
Ihr EANU-Redaktionsteam

 
   
   
 

Gesundheitsprävention
Armut macht krank – und ist gefährlicher als Übergewicht
und hoher Blutdruck!

Wir lesen viel über die Gesundheitsgefährdung von Alkohol und Nikotin, von Bluthochdruck und starkem Übergewicht. Dies natürlich mit großer Berechtigung!

Es gibt aber einen weiteren Gesundheitsgefährder, welcher der Öffentlichkeit noch wenig bekannt ist: Armut! Offensichtlich hat Gesundheit doch viel mit Geld zu tun.

Eine Studie des Lifepath Konsortiums, welches unter anderem von der Europäischen Kommission finanziert wird und sich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt, bestätigt den Zusammenhang zwischen Armut und der Anfälligkeit für Krankheiten. Die Wissenschaftler werteten insgesamt 48 Studien aus sieben Wirtschaftsländern aus. Fazit: Die Formel „arm und krank“ geht leider auf.

Wer finanziell schlecht gestellt ist und ständige Sorgen um seine Existenz hat, der hat mehr Stress, lebt ungesünder, wird häufiger krank – und lebt kürzer. Dies schlägt sich auch auf die Kinder nieder, denn auch arme Kinder haben eine kürzere Lebenserwartung. Besonders hart wirkt sich Armut offensichtlich auf Männer aus, bei ihnen sind die Auswirkungen noch stärker als bei Frauen.

EANU meint: In Deutschland ist jeder zehnte Einwohner abhängig von Sozialleistungen, acht Millionen Menschen bewegen sich am Existenzminimum. Wir dürfen die Augen nicht davor verschließen, dass von diesen Menschen viele gesundheitliche Probleme haben oder bekommen werden, weil sie sich Gesundheit nicht leisten können oder weil sie ständig an der Armutgrenze leben. Ein Armutszeugnis für ein reiches Land!

 
   
 

Armutsfalle Krebs
Wenn die Krankheit die Existenz bedroht

Eine Krebserkrankung ist nicht nur eine enorme gesundheitliche Belastung sowie eine außergewöhnliche Situation für den Betroffenen sowie sein gesamtes Umfeld. Auch die finanzielle Belastung bei einem Tumor kann groß werden bis hin zur Existenzgefährdung bei Selbständigen.

Wer freiberuflich oder selbständig tätig ist, der hat auch bei einer Tumorerkrankung ein besonders hohes Risiko. Denn im Gegensatz zu gesetzlich versicherten Patienten gibt es Krankengeld nur, wenn eine spezielle Krankentagegeldversicherung abgeschlossen ist. Ein Ausfall über mehrere Monate kann schnell die Existenz gefährden.

Einen Ratgeber zum Thema Armutsrisiko Krebs gibt es bei der Krebsgesellschaft.

Er ist hier einsehbar:
https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/leben-mit-krebs/beratung-und-hilfe/armutsrisiko-krebs.html

 
   
 

Kinderkrebs
Deutliche Spuren für das gesamte Leben

Eine Langzeitstudie des St. Jude Children’s Research Hospital in Memphis brachte wichtige Erkenntnisse für Familien mit Kinderkrebs: Kinder mit Krebs haben gute Überlebenschancen. Doch im mittleren Erwachsenenalter haben diese doppelt so viele chronische Erkrankungen wie die vergleichbare Gesamtbevölkerung. Der Kinderkrebs hinterlässt somit deutliche Spuren für das gesamte Leben!

Die Forscher analysierten die Daten von über 5000 Patienten, die zwischen den Jahren 1961 und 2004 im Kindes- und Jugendalter an Krebs erkrankt waren. In der Gruppe der heute 50jährigen und älter litten so gut wie alle (99,9) unter einer chronischen Erkrankung. Besonders starke Spuren hinterließ der Kinderkrebs bei Patienten mit Tumoren des zentralen Nervensystems. Bei diesen traten im späteren Leben Herz-, Stoffwechsel- und Muskelkrankheiten auf.

Die Forscher geben allerdings einen wichtigen Hinweis in der Studie: Die Behandlungsmöglichkeiten sind bei jetzt erkrankten Kindern deutlich besser, sodass diese vermutlich unter weniger chronischen Erkrankungen werden leiden müssen.

 
   
 

Bauchspeicheldrüsenkrebs
Forschung im Verbund

Wie können künftig Therapieresistenzen bei Bauchspeicheldrüsenkrebs verhindert werden? Dieser Frage geht ein neues Verbundprojekt nach, das die Deutsche Krebshilfe mit 1,3 Millionen EURO fördert. Im Focus steht das „duktale Pankreaskarzinom“, bei dem die Tumorzellen gegen verfügbare Medikamente eine schnelle Resistenz zeigen.

Als Ursache gelten hochdynamische Prozesse im Erbgut des Tumors; im Rahmen des Verbundprojektes „Regulatoren von Tumorplastizität als therapeutische Zielstrukturen beim Duktalen Pankreaskarzinom“ wollen die Wissenschaftler Mechanismen der Chromatinregulation, die Genorte einer Chemotherapieresistenz, kontrollieren. Damit sollen Regulationswege des Tumors gezielt umprogrammiert und damit für Medikamente und Immuntherapien wieder angreifbar werden. An dem Verbundprojekt sind die Universitätskliniken Bochum, Frankfurt, Göttingen, Ulm und Würzburg beteiligt.

 
   
 

Krebsgefahr Nikotin
Passivrauchen: Das Rauchverbot zeigt Wirkung

Offensichtlich zeigen die Gesetze zum Nichtraucherschutz Wirkung: Laut einer aktuellen Studie geht die Zahl derer zurück, die an Lungenkrebs durch Passivrauchen sterben. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) haben diese Studie im "International Journal of Public Health" veröffentlicht.

Die UKE-Forscher verglichen Daten von an Lungenkrebs verstorbenen Menschen aus dem Jahre 2012 mit denen aus dem Jahre 1994. Das Ergebnis: Die Zahl der Lungenkrebstodesfälle durch Passivrauchen ist von jährlich 400 auf 167 gesunken.

Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg bestätigt diesen Trend: "In den letzten 20 Jahren ist die Passivrauchbelastung in Deutschland deutlich zurückgegangen", erklärt die Krebspräventions-Expertin Ute Mons. Ursache für diese Entwicklung seien die Nichtraucherschutzgesetze aus den Jahren 2007/2008, um die damals heftig und kontrovers gestritten wurde.

Laut Krebsforschungszentrum ist das Passivrauchen in Innenräumen nach wie vor ein großes Problem: „Je kleiner die Räume, desto schlimmer die Belastung“, so Expertin Mons. "Am höchsten ist sie natürlich beim Rauchen im geschlossenen Auto."

 
   
 

Darmkrebs
Führt Übergewicht in der Jugend zu Darmkrebs?

Alarmierende Studie aus den Vereinigten Staaten: Immer mehr junge Menschen erkranken an Darmkrebs! Wer im Jahre 1990 geboren ist, hat nach dieser neuen Studie ein doppelt so hohes Darmkrebsrisiko wie jemand, der 40 Jahre zuvor auf die Welt kam. Das Risiko eines Rektumkarzinoms ist sogar viermal so hoch. Übergewicht im Jugendalter könnte ein Schlüssel für diese Entwicklung sein.

Dazu passen aktuelle Studienergebnisse aus Israel: Fettleibigkeit im Jugendalter könnte einer der Hauptrisikofaktoren für das Auftreten von Darmkrebs vor dem 50. Geburtstag sein. Wissenschaftler der Universität Tel Aviv haben den Body-Mass-Index von 1.087.358 Männern und 707.212 Frauen ermittelt, die in den Jahren 1967 und 2002 gemustert wurden. Die Zahlen wurden mit den späteren Einträgen im Krebsregister abgeglichen. Im Zeitraum von 23 Jahren erhielten fast 2000 Männer und knapp 1000 Frauen die Diagnose Darmkrebs. Überdurchschnittlich viele waren zum Zeitpunkt ihrer Musterung übergewichtig bis fettleibig gewesen.

EANU meint: Wenn Übergewicht in der Jugend eine große Rolle bei der Entstehung von Darmkrebs spielt, dann wird die Gesundheitsaufklärung an den Schulen noch wichtiger. Es muss jungen Menschen frühzeitig vermittelt werden, dass eine gesunde Ernährung und ein aktiver Lebensstil gelebte Darmkrebsprävention ist!

 
   
 

Krebsprävention
Es gibt gute Gründe, nachts gut zu schlafen.

Viele Menschen müssen nachts arbeiten, manche sind Nachtschwärmer, manche machen gerne die Nacht zum Tage. Gesund ist es nicht. Wer immer nachts arbeitet, scheint sein Krebsrisiko zu erhöhen. Darauf deuten Studien immer wieder hin, auch ganz aktuelle.

Nachts funktioniert die DNA-Reparatur besser und scheint vor Krebs zu schützen. Die Forschungen gehen in die Richtung, dass unser Schlaf auch einer Abwehrfunktion von Krebs dient. In einer aktuellen Studie wurde der Zusammenhang mit Melatonin untersucht.

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Brustkrebs
Tai Chi für gesunden Schlaf

Frauen, die einen Brustkrebs überlebt haben, leiden häufig unter Schlafstörungen. Bei ca. 30% der davon Betroffenen können die Folgen sogar schwerwiegend sein: Depressionen, ein erhöhtes Krebsrisiko, bleierne Müdigkeit. Nun ist wissenschaftlich erwiesen, dass hier Tai Chi, die asiatische Entspannungskunst, helfen könnte.

Forscher des Cousins Center for Psychoneuroimmunology in Los Angeles fanden heraus, dass Tai Chi bei Brustkrebspatientinnen nicht nur den Schlaf verbessern konnte, sondern auch Müdigkeit und Depressionsbeschwerden positiv beeinflussten. Ein wichtiger EANU-Tipp: Viele Volkshochschulen in Deutschland bieten Tai Chi-Kurse an! Empfehlenswert auch deshalb, wenn man nach überstandenem Brustkrebs den Lebensstil ändern und aktiv für die Gesundheit werden möchte!

 
   
 

Lungenkrebs
Früherkennung mit Atemtest

Ein neuer Atemtest könnte für mehr Früherkennung von Lungenkarzinomen sorgen. Im Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim wurde ein Verfahren entwickelt, mit dem eine hohe Trefferquote (90%) verbunden sein soll. Im Atemkondensat werden die Mengen bestimmter RNA-Messenger-Moleküle ermittelt, diese werden von gesunden Zellen und von Krebszellen unterschiedlich abgegeben. In Einsatz kommen kann der Atemtest erst nach weiteren klinischen Studien.

 
   
 

Magenkrebs
Helicobacterinfektionen erhöhen das Risiko

Es gibt neue Erkenntnisse über den Zusammenhang von Helicobacterinfektionen und der Entstehung von Magenkrebs. Wissenschaftler aus Berlin und Kalifornien konnten erstmals einen direkten Zusammenhang herstellen: Unter dem Einfluss des Bakteriums Helicobacter erhöht sich die Anzahl der Zellen mit Stammzellpotential und damit das Risiko einer pathologischen Veränderung. Problematisch dabei: Infektionen mit Helicobacter pylori sind weit verbreitet!

„Helicobacter pylori verursacht eine lebenslange Infektion und steigert die Anzahl der langlebigen Zellen mit Stammzellpotenzial in den Drüsen des Magens. Die Geschwindigkeit der Stammzellteilung ist erhöht, was letztlich in pathologischen Veränderungen des Epithels resultiert“, folgert Studienleiter Michael Sigal. „Die Studie gibt uns einen besseren Einblick in die Mechanismen, die Magenkrebs auslösen können. Sie gibt uns auch allgemeinere Hinweise darauf, wie chronische bakterielle Infektionen die Gewebefunktion stören und so das Krebsrisiko erhöhen können“, fügt sein Kollege Thomas F. Meyer hinzu.

 
   
 

EANU Gesundheitstipp
Vitamine und Mineralstoffe für den Goldenen Herbst

Kennen Sie den Spruch: An apple a day keeps the doctor away? Zu einem gesundheitsbewussten Leben gehört nicht nur der tägliche Apfel, sondern auch eine optimale Versorgung mit hochwertigen Vitalstoffen. Wichtige Informationen haben wir für Sie in unserem neuen EANU-Gesundheitsbrief zusammengefasst, den Sie gerne kostenlos anfordern können.

Wussten Sie schon, dass ...

  • eine mangelhafte Folsäureaufnahme das Risiko einer Gefäßverkalkung (Arteriosklerose) erhöhen kann?
  • ein Vitamin B12-Mangel der in Deutschland am häufigsten behandelte Vitaminmangel ist?
  • die Vitamin-D-Produktion im Körper mit den Lebensjahren abnimmt?
  • Vitamin C auch für die Eisenaufnahme im Darm notwendig ist?
  • wir Calcium zum Knochenaufbau und zum Erhalt unserer Knochen benötigen?
  • Deutschland als Jodmangelgebiet gilt, wir Jod aber zur Bildung der Schildrüsenhormone benötigen?

Senden Sie uns einfach eine Mail an marketing@eanu.de und wir schicken Ihnen unseren neuen Gesundheitsbrief kostenlos via Mail!

 
   
 

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Das Mutmach-Bild im September 2017

„Nichts ist für mich mehr Abbild der Welt und des Lebens als der Baum. Vor ihm würde ich täglich nachdenken, vor ihm und über ihn….“ schrieb Christian Morgenstern, der Schriftsteller, Dramaturg und Journalist.

Vielleicht nutzen Sie unser Mutmach-Bild im September etwas zum nachdenken. Eventuell auch darüber, dass negative Gedanken viel Einfluss auf unser Wohlbefinden und damit auf unsere Gesundheit haben. Und umgekehrt sich positive Gedanken natürlich auch auswirken: positiv. Wenn wir uns gute Gedanken machen, egal, in welcher gesundheitlichen Situation wir leben, dann schütten wir Dopamin, Endorphine und Oxytozin aus: die „Wohlfühlbotenstoffe“ – und wir relativieren damit negative Gedanken, wir werden postiver und damit auch widerstandsfähiger.

Machen Sie sich ein paar positive Gedanken! Alles Gute und bis zum nächsten Newsletter wünscht Ihnen Ihr EANU-Team!

 
 

Die neue Ausgabe 27
unserer Zeitschrift "Aktuelle Gesundheitsnachrichten" können Sie
ab Montag, 2.10.2017, online lesen:

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Redaktion: Tom Stiegler, Layout: Danilo Geritz
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