Herbst-/Winterdepressionen: Was Sie tun können!


Herbstliches Wetter, trübe Tage, lange Nächte: Fällt es Ihnen im Herbst und Winter schwerer, morgens aus dem Bett zu kommen? Dann sind Sie nicht alleine: Viele Menschen fühlen sich im Herbst und Winter müder sowie energie- und antriebslos. Es können düstere Gedanken und eine gedrückte Stimmung hinzukommen, oft vergehen diese auch wieder von selbst. Nicht nur Betroffene, sondern auch pflegende Angehörige sollten hier achtsam sein.

Zur Diagnose von Herbst-/Winterdepressionen muss der Beginn des Stimmungstiefs im Herbst/Winter liegen und die Symptome müssen im Frühjahr/Sommer vollständig wieder verschwunden sein!

Typisch für Herbst- und Winterdepressionen sind zudem so genannte „atypische“ depressive Symptome:

• vermehrtes Schlafbedürfnis (im Gegensatz zu verringertem Nachtschlaf bei „normalen“ Depressionen)

• gesteigerter Appetit, insbesondere auf Kohlenhydrate wie Nudeln, Süßigkeiten und Cerealien

Warnsignale des Körpers bei Depressionen:

Körperliche Beschwerden wie

• extreme Müdigkeit (schon nach kleinsten Anstrengungen)

• Schlafstörungen, frühmorgendliches Erwachen, Schlaflosigkeit

• Kopf- und Rückenschmerzen

• Gewichtsverlust oder Gewichtszunahme

• Magen-Darm-Beschwerden

• Schwindel

• Herzbeschwerden

• Libidoverlust

• gedrückte Stimmung (häufig mit Morgentief)

• Lustlosigkeit, Freudlosigkeit, innere Leere aber auch innere Unruhe

• negative Denkmuster, Grübeln, Minderwertigkeitsgefühl, Hoffnungslosigkeit

• Konzentrationsstörungen

• Angst- und Schuldgefühle

• Vernachlässigung oder Vermeidung sozialer Kontakte (innerer Rückzug)

Bitte beachten Sie zunächst: Depressive Phasen sollten immer dem Arzt vorgestellt werden!