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Lungenkrebs: Bluttest zur Früherkennung in Entwicklung


Die Diagnose Lungenkrebs wird häufig immer noch in einem späten Stadium gestellt, die Erkrankung lässt sich nur schwer aufhalten. Bis heute gibt es kein Verfahren, das für eine breit angelegte Früherkennung geeignet ist. Ein Forscherteam aus dem Saarland arbeitet nun an einem Bluttest, der eine deutliche frühere Diagnose möglich machen soll. Das Projekt wird von der Deutschen Krebshilfe mit einem Betrag von 166.000 EUR gefördert: „Wenn zukünftig eine Blutprobe für eine zuverlässige Krebsdiagnose ausreicht, wäre das ein entscheidender Durchbruch für verbesserte Diagnoseverfahren und steigende Heilungschancen“, so der Vorstandsvorsitzende der Krebshilfe Gerd Nettekoven.

Der Bluttest soll auf das Basis von sogenannten MicroRNAs funktionieren, dies sind kleine Moleküle, die beim Ablesen und Verarbeiten der Erbinformationen in der Zelle eine wichtige Rolle spielen. In krankhaft veränderten Zellen ist der molekulare Fingerabdruck der MicroRNAS ein anderer als in gesunden Zellen.

Forschungsleiter Eckart Messe vom Institut für Humangenetik der Universität des Saarlandes: „MicroRNAs lassen sich im Blut nachweisen und können so Hinweise auf eine bestehende Erkrankung liefern. Für die Krebsfrüherkennung wäre das ein wichtiger Schritt“. Speziell geforscht wird zunächst im Blut von COPD-Patienten, die ein deutlich höheres Risiko für Lungenkrebs haben.

Mehr über Lungenkrebs gibt es auf unserer EANU-Homepage: https://www.eanu.de/basiswissenlungenkrebs

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