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Onkologie: Speziell ausgebildete Pflegekräfte müssen für Krebskranke eingesetzt werden!


Der Deutsche Krebskongress in Berlin beschäftigte sich mit der Pflegesituation in deutschen Kliniken. Da bereits jetzt 70.000 Pflegekräfte in Kliniken fehlen, werden etwa 5000 speziell für die Bedürfnisse von Krebspatienten ausgebildete Onkologiepflegekräfte oft nur eingeschränkt für die eigentlichen Aufgaben eingesetzt. „Im Krankenhaus geht es in erster Linie darum, den Stationsbetrieb aufrecht zu erhalten“, sagte die Vorstandssprecherin der Konferenz Onkologischer Kranken- und Kinderkrankenpflege Kerstin Paradies.

Der Sprecher der Pflegedirektoren der Universitätskliniken in Deutschland, Torsten Rantzsch, forderte, den Stationsbetrieb so zu organisieren, dass die Spezialisten entsprechend ihrer Qualifikationen eingesetzt werden könnten. Dazu gehöre ein Qualifikationsmix, der eine sinnvolle Arbeitsteilung ermögliche.

EANU meint: Allein der Pflegenotstand ist schon ein Skandal! Es kann nicht sein, dass viele Stationen in deutschen Kliniken unterbesetzt sind – auf Kosten des vorhandenen Personals und zu Lasten der Kranken! Speziell ausgebildete Onkologiepflegekräfte müssen für Patienten eingesetzt werden, die dringend ihre Hilfe und Unterstützung benötigen: Patienten, die an Krebs erkrankt sind!

Fakten zu Onkologiepflegekräften:

Diese erwerben ihre besonderen Qualifikationen im Rahmen einer zweijährigen Zusatzausbildung. Onkologiepflegekräfte sollen alle pflegerischen und therapeutischen Prozesse steuern, fachpflegerische Interventionen vornehmen, die Therapietreue der Patienten durch individuelle Beratung fördern und allgemein die Bedürfnisse ihrer Patienten erkennen und professionell darauf eingehen.


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