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Weltkrebstag: Schwerpunkt Gebärmutterhalskrebs

Der diesjährige Weltkrebstag setzt einen Schwerpunkt auf die Vermeidung von Gebärmutterhalskrebs. Hauptursache dieser Krebsart ist eine sexuell übertragene Infektion mit Humanen Papillomviren (HPV). Was viele nicht wissen: das Virus kann auch bei Männern Krebs auslösen. „Mittlerweile gibt es jedoch eine wirksame HPV-Schutzimpfung. Leider ist die Akzeptanz in der Zielgruppe der Jugendlichen noch nicht so hoch, wie wir uns das wünschen“, so Prof. Dr. Jürgen Riemann, Mitglied im Kuratorium der Deutschen Krebsstiftung. Die Deutsche Krebsstiftung macht sich deshalb für eine fundierte Aufklärung zur HPV-Impfung stark und unterstützt neue Wege, um gezielt junge Menschen für das Thema zu sensibilisieren.


In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) seit 2007 die HPV-Impfung für Mädchen im Alter von 9 bis 14 Jahren, noch vor dem ersten Geschlechtsverkehr. Obwohl die HPV-Impfung sehr gut wirkt und sicher ist, liegt die Impfquote in Deutschland bei 17-jährigen Mädchen nur bei ca. 45 Prozent. „Seit 2018 können sich auch Jungen impfen lassen. Diese Zielgruppe müssen wir ebenfalls besser erreichen. Denn die Impfung kann nicht nur Gebärmutterhalskrebs verhindern, sondern einige weitere Krebsarten, darunter vor allem Kopf-Hals-Tumoren und Analkarzinome, die auch die Männer betreffen“, so Riemann.


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