Krebs und Umweltbelastungen

Zunehmende Belastung der Umwelt mit chemischen Toxinen, Schadstoffen und anderen Substanzen in der Luft und im Wasser ist eine zunehmende Bedrohung für uns alle, besonders jedoch für unsere Kinder.

 

Die Schweizer Stiftung Green Cross und Non-Profit-Organisation Pure Earth aus den USA haben die Umweltbelastungen in 49 Ländern untersucht und festgestellt, dass etwa 95 Millionen Menschen auf der Welt unmittelbar von den sieben schlimmsten Umweltgiften bedroht sind. Hier die weltweit gefährlichsten Umweltgifte: Blei, Chrom, Radionuklide, Pestizide, Cadmium, Dioxine, Formaldehyd. Diese Giftstoffe wirken nicht nur direkt toxisch auf unsere Organe sondern sie schwächen letztendlich das Immunsystems und sind krebsfördernd.

 

Mehr als acht Millionen Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern sind an den Folgen des Kontakts mit verseuchter Luft, verunreinigtem Wasser oder kontaminierter Erde gestorben. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist diese Umweltbelastung verantwortlich für den Tod von 1,7 Millionen Kindern unter fünf Jahren jährlich. Die Umweltrisiken verursachen Krankheiten wie Durchfall, Entzündungen und Funktionsstörungen in verschiedenen Organen. Luft- und Wasserverschmutzung bedrohen schon die ungeborenen Kinder im Mutterleib, was in späteren Lebensjahren zu Herzkrankheiten, Gehirnschlag und Krebs führen kann. In vielen Ländern der Dritten Welt ist bei wirtschaftlichen und politischen Entscheidungen der Schutz der Bevölkerung vor Umweltgiften überhaupt nicht berücksichtigt.

 

Massive Umweltverschmutzung in China hat Krebs zur häufigsten Todesursache in städtischen Gebieten gemacht. Die stark zunehmenden Schadstoffe in Luft und Wasser sowie der Einsatz von Insektenvernichtungsmitteln sowie Zusätze in Nahrungsmitteln seien die Hauptursachen für die rasant steigenden Krebserkrankungen, ergab nach Angaben der Tageszeitung „China Daily“ eine amtliche Untersuchung in 30 Städten und 78 Landkreisen.

 

In Deutschland ist die Situation deutlich besser, weil die bestimmten Schadstoffe regelmäßig überwacht werden. Dazu gehören Staub und Ozon, Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Stickstoffdioxid in der Luft. Vor allem die Autoabgase, die Emissionen aus privaten Heizungen und der Industrie, sind Ursachen für steigende Krebsfälle. Die Schweizer Forscher von der Universität Bern haben ein deutlich erhöhtes Krebsrisiko bei Kindern, die in der Nähe der Autobahnen wohnen, festgestellt. Krebsforscher schätzen, dass von 100 Lungenkrebsfällen rund 80 durch Rauchen verursacht werden. Bei weiteren Patienten scheint die Ursache das Passivrauchen zu sein. Schon Anfang der 90er Jahre hatte eine entsprechende Studie in Polen unter Beteiligung des DKFZ eine erhöhte Sterblichkeitsrate an Lungenkrebs in Gegenden mit hoher allgemeiner Luftverschmutzung belegt.

 

Zu viele Schadstoffe finden sich meist bei Obst oder Gemüse, das nicht saisongerecht und unter großem Aufwand von Dünger und Pflanzenschutzmitteln erzeugt wurde. Ein großes Problem stellt außerdem die Verunreinigung mit Schimmelpilzgiften, häufig in Gewürzen oder in Pistazien dar. Die Aflatoxine sind Pilzgifte, die nicht nur die Leber schädigen sondern auch das Risiko, an Leberkrebs zu erkranken, stark erhöhen. Regelmäßiger Alkoholkonsum erhöht auch das Risiko für bestimmte Krebserkrankungen, wie Kopf-Hals-Tumoren, Brustkrebs und Darmkrebs.

 

Asbestfasern sind für etwa 80 Prozent der berufsbedingten Krebserkrankungen verantwortlich. Hierzu gehören das Mesotheliom – eine seltene Krebsform des Rippen- und Bauchfells – sowie Lungenkrebs, Kehlkopfkrebs und Eierstockkrebs.

 

Benzol kann Leukämien und Non-Hodgkin-Lymphome verursachen. Es wird aus Kohle oder Erdöl gewonnen. Außerdem wird Benzol Motorkraftstoffen beigemischt und gelangt mit den Kfz-Abgasen in die Luft. Auch Zigarettenrauch enthält Benzol. Für die krebserregende Wirkung sind die winzigen Rußteilchen in den Dieselabgasen ausschlaggebend. Diese können beim Einatmen in die Lunge gelangen und dort Krebs verursachen. Mit 10 Mikrogramm erhöhter Konzentration von Feinstaub pro Kubikmeter Luft stieg demnach das Risiko, an Krebs zu sterben, um insgesamt 22 Prozent. Für Tumoren im oberen Verdauungstrakt stellten die Experten einen Anstieg um 42 Prozent fest. Das Sterberisiko durch Krebs an Leber, Pankreas oder Gallenblase nahm laut Studie um 35 Prozent zu. Bei Frauen stieg das Risiko, an Brustkrebs zu sterben, sogar um 80 Prozent. Besonders bei Kindern stieg auch das Risiko auf das zwei bis vierfache an, noch vor dem 16. Lebensjahr an Krebs zu sterben, wenn die Belastung durch Chemikalien in einem Radius von einem Kilometer besonders hoch war. Das größte Risiko bildeten die Substanzen 1,3-Butadiene und Kohlenmonoxid, die in Autoabgasen enthalten sind.

 

In der neuesten Veröffentlichung von Greenpeace wird die Bundesrepublik Deutschland als der größte Giftmüllproduzent Europas genannt. In Müllverbrennungsanlagen wird der Abfall nicht beseitigt, sondern es kommt zu einer Umverteilung, wobei aus einer Tonne Abfall 320 kg Schlacke, 30 kg Flugstäube und 5000 bis 6000 m3 Rauchgase entstehen. Nach Angaben der Umweltorganisation führt Feinstaub jährlich zu einer Million Todesfällen in China. In Indien sterben demnach rund 600.000 Menschen jährlich an schlechter Luft. In Europa seien es immerhin rund 100.000 Menschen.

 

Durch die synergetische Interaktionen von Umweltgiften, die zu Schädigungen der einzelnen Organe und des Immunsystems führen, was im Endeffekt Millionen neue Krebserkrankungen bedeutet, müssen wir so schnell wie möglich Umweltgifte in jeder Form minimieren und meiden. Um schon heute etwas zu tun, und um die Familie vor den Umweltgiften und Schwermetallen zu schützen, ist die tägliche Einnahme von 300 ug Selen und 1 g Vit. C zu empfehlen. Die beiden Substanzen binden und neutralisieren viele Schadstoffe.

 

Bleiben Sie achtsam.