Fatigue nach Immuntherapien

Fatigue, also die chronische Erschöpfung, wird mit der Krebserkrankung selbst, aber auch mit den dagegen notwendigen Therapien in Verbindung gebracht. Auch bei Immuntherapien mit Checkpointblockern kann Fatigue auftreten, wie aus einem Bericht in der Fachzeitschrift Der Onkologe hervorgeht.

Bei Immuncheckpointblockertherapien ist Fatigue eine häufige Nebenwirkung, auch wenn sie bei der Behandlung mit einem einzelnen Checkpointblocker offenbar deutlich seltener auftritt als beispielsweise bei einer Chemotherapie. Unmittelbar auf die verabreichten Substanzen allein allerdings sei, so der Bericht im Journal, auftretende Fatigue in der Regel nicht zurückzuführen. Es handele sich vielmehr meist um ein Paket von Faktoren, die Auslöser sind, weshalb eine gründliche Anamnese und Diagnostik erforderlich sind.

Je nach Ergebnis dieser Diagnostik sollte die Behandlung von Fatigue individuell auf jeden Patienten zugeschnitten werden. Als effektive Behandlungsmaßnahmen hat sich zum Beispiel eine Steigerung der körperlichen Aktivität erwiesen, wobei vor allem Ausdauer- und Krafttraining empfohlen werden.

Quelle:

Fischer I et al. Tumorassoziierte Fatigue bei Immuncheckpointinhibitoren. Onkologe 2021, 27:1120-24